Mert Aydın schrieb: Rache nach 40 Jahren

Besonders der Wegfall Deutschlands erinnerte an die Vergangenheit. Die Deutschen besiegten Costa Rica mit 4:2 und schieden durch Spaniens Schockniederlage gegen Japan aus. Viele interpretierten dies als „Algeriens Rache 40 Jahre später“. Was hat Algerien also durchgemacht?
Der Heimbesitzer der WM 1982 war Spanien. Westdeutschland, das vor zwei Jahren das größte in Europa wurde, war einer der großen Favoriten. Karlheinz Rummenigge, dargestellt als wertvollster Star des europäischen Fußballs, war der größte Trumpf des technischen Leiters Jupp Derwall.
Sie spielten als Erster in der Gruppe gegen Algerien. Dass ein Vertreter des damals wenig populären afrikanischen Fußballs den Deutschen Schwierigkeiten bereiten würde, dachten die Fußballfans nicht. Algerien gewann jedoch mit 2: 1 durch Tore von Madjer und Belloumi. Das Tor von Rummenigge war vergeblich.
Vergessen wir nicht, dass in der Mitte 2 Punkte für den Sieg in diesem Zeitraum gegeben wurden. Auch Österreich startete mit einem 1:0-Sieg gegen Chile in den Pokal. Wie Österreich ging es mit einem 2:0-Sieg gegen Algerien in Führung. Rummenigge erzielte beim 4:1-Sieg der Deutschen gegen Chile 3 Tore.
Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass die letzten Spiele gleichzeitig gespielt werden. Aber vor 40 Jahren war die Situation anders. Das Spiel Algerien-Chile wurde am Tag vor dem Spiel Deutschland-Österreich ausgetragen.
Algerien ging mit einem Sturm ins Spiel. Als Bensaoula zu Assads zwei Treffern hinzukam, stand es in der ersten Halbzeit 3:0. Das Spiel endete jedoch mit 3: 2 durch Chiles Tore in der zweiten Halbzeit. Wären diese Gegentore nicht kassiert worden, wäre es für Deutschland oder Österreich eine definitive Ausscheidungssituation gewesen.
Westdeutschland eroberte das Spiel am nächsten Tag im Sturm. Als Hrubesch vor Ablauf der 10. Minute traf, dachten alle, die Deutschen lägen in Führung. Aber dem war nicht so. Nimm das Streichholz, schenke mir ein Lächeln, es wurde zu einem Lächeln. Die beiden Gruppen gingen 80 Minuten lang nicht übereinander. Die voreingenommenen, neutralen Fußballfans, die das Stadion in Gijon füllten, pfiffen die Spieler auf dem Feld aus.
„Ich schäme mich“, beschrieb der deutsche Ansager das Spiel im Fernsehen.
Jahre später sagte der Torhüter Schumacher, der das Fenerbahçe-Trikot trug, in seinem Buch: „Vor dem Spiel gab es keine Einigung. Aber nachdem das Tor gefallen war, wollte niemand das Risiko eingehen. Der herausforderndste Moment im Match war leider der falsche Rückpass eines Mitspielers.“
Auch der deutsche Sportjournalist Uli Hesse Lichtenberger beschuldigte Derwall, der in den folgenden Jahren zu Galatasaray kommen sollte, in seinem Buch Tor, das die Geschichte des deutschen Fußballs erzählt, nicht in der Lage zu sein, die Mannschaft zu leiten.
5 Jahre später zerstörte der Algerier Madjer den FC Bayern München mit einem Tor für Porto im Finale des Champion Clubs. Allerdings brannte Algerien immer auf den Typ, den es im Schnitt nicht passieren konnte. In diesem Pokal schied Österreich in der Oberliga aus, während die Deutschen im Finale gegen Italien verloren.
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