Flüchtling, der in Deutschland ein 13-jähriges türkisches Mädchen bei einem Messerangriff getötet hat, zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein Gericht in Süddeutschland hat einen eritreischen Flüchtling zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er Ece Sarıgül bei einem Messerangriff getötet und ihre Freundin verletzt hat.
Der 27-jährige Sträfling, identifiziert als Okba B, griff im vergangenen Dezember die Mädchen in der Stadt Illerkirchberg an.
Die 13-jährige Ece Sarıgül, die bei dem Angriff 23 Stichwunden erlitt, starb und ihre 14-jährige Freundin wurde schwer verletzt.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, Okba B. habe den Angriff organisiert, nachdem die Mädchen das Messer gesehen hatten, das sie bei einer örtlichen Einwanderungsbehörde verwenden wollte.
In der Anklageschrift wurde betont, dass der Häftling, der in Äthiopien heiraten wollte, wütend darüber sei, dass die Behörden ihm keinen Pass gegeben hätten.
In der Entscheidung wurde zudem betont, dass die begangene Straftat „sehr schwerwiegend“ sei. Damit ist es sehr unwahrscheinlich, dass Okba B. nach 15 Jahren Haft vorzeitig entlassen wird.
Der eritreische Sträfling reiste 2015 während der Migrationskrise in Europa nach Deutschland.
Im Fall der Stadt Ulm wurde betont, dass sich der Häftling normalerweise in die deutsche Gesellschaft integriert habe, einen Job gefunden habe, Deutsch gelernt habe und ein ruhiger Mensch sei.
Okba B. sagte, er bereue seine Worte vor Gericht und bat die Familien um Vergebung.
Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden. Sollte die Entscheidung jedoch im Berufungsverfahren nicht aufgehoben werden, könnten Okba B., so die Staatsanwaltschaft, noch während der Verbüßung seiner Strafe abgeschoben werden.
Der Angriff löste in Deutschland große Empörung aus, doch die Familien der Opfer, von denen eines türkischer Herkunft war, äußerten sich gegen den Missbrauch des Vorfalls durch einwanderungsfeindliche Gruppen.
T24


