Das Landgericht hat das Erzbistum Köln zur Zahlung von 300.000 Euro Entschädigung an ein Opfer sexuellen Missbrauchs für in den 1970er Jahren begangene Fehler verurteilt.
Dem Bericht der DW zufolge handelt es sich um die erste Entschädigungszahlung der Kirche aufgrund eines Gerichtsurteils wegen sexuellen Missbrauchs in Deutschland.
In den Nachrichten, in denen darauf hingewiesen wurde, dass die Verjährungsfrist für den Fall abgelaufen sei, wurde interpretiert, dass diese Situation üblich sei und dass die Erzdiözese auf ihr Recht verzichtet habe, sich einem Gerichtsverfahren zu entziehen.
Es wurde erwähnt, dass es sich bei der Entschädigung um ein weitaus höheres Maß handele als die freiwilligen oder symbolischen Entschädigungszahlungen der katholischen Kirchenbistümer in Deutschland in der Vergangenheit.
Die Kirche hat das Recht, zu verhindern, dass gegen sie Anklage vor Gericht erhoben wird. Die Erzdiözese entschied sich jedoch dafür, dem Gericht die Festlegung einer angemessenen Entschädigung zu überlassen.
Auch in den 1970er Jahren war die Kirche Klägerin Georg Menne Berichten zufolge erhob er keine Einwände gegen die Vorwürfe, er sei von einem Priester mindestens 320 Mal misshandelt worden. In den Nachrichten wurde erwähnt, dass der Priester seinen Fehler vor seinem Tod öffentlich gestanden habe. Kläger Menne ist mittlerweile 64 Jahre alt.
Diese Entscheidung des Gerichts wird die höchste individuelle Schadensersatzzahlung aller Zeiten in Deutschland sein.
Es wurde erwähnt, dass die Anwälte des Klägers eine höhere Schadensersatzzahlung forderten, das Gericht ordnete jedoch dennoch eine weitaus höhere Zahlung als die zuvor bereitwilligen Zahlungen an.
Die Diözese wusste, dass der Priester jahrelang weiter arbeitete
Der Missbrauch stand inmitten der Ereignisse im aktuellen Bericht des Erzbistums Köln, der erstellt wurde, um frühere Missbrauchsverdächtige und an der Vertuschung von Fehlern beteiligte Kirchenvertreter zu identifizieren und zu dokumentieren.
Die Untersuchung ergab, dass die Erzdiözese über die Ereignisse in den Jahren 1980 und 2010 informiert war, der Priester jedoch dennoch jahrzehntelang seine Arbeit fortsetzen konnte.
Die Veröffentlichung dieses Berichts im März folge einer umstrittenen Verzögerung, so Kardinal von Köln Rainer Maria WölkiDies führte dazu, dass . .
Eine Reihe anderer deutscher Erzdiözesen erleben ebenfalls Präzedenzfälle, nachdem in den letzten Jahren in einer Reihe von Ländern mit großen katholischen Gemeinden, insbesondere in Europa und Nordamerika, Auseinandersetzungen und Enthüllungen stattgefunden haben.
Es wird angegeben, dass etwa 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland religiöse Überzeugungen haben. Während im nördlichen Teil des Landes die protestantische Konfession vorherrscht, nimmt der Katholizismus im Süden zu. Es wird angegeben, dass die Zahl derjenigen, die keiner zufälligen religiösen Überzeugung angehören, im Laufe der Jahre zugenommen hat.
T24